Instagram eignet sich nicht besonders gut für Fotos
Es ist schon ein bisschen ironisch: Instagram wurde rund um das Thema Fotografie aufgebaut, doch eigentlich eignet sich die Plattform nicht besonders gut, um sich Fotos anzusehen.
Im Laufe der Jahre hat die Plattform ihren Schwerpunkt von Standbildern auf Kurzvideos, Stories und Endless Reels verlagert. Fotos werden komprimiert, beschnitten und in ein Format gezwängt, das ihnen selten gerecht wird. Das Erlebnis ist schnell, unruhig und wird von Algorithmen gesteuert, die eher Aufmerksamkeit als Wertschätzung belohnen.
Als Fotografen beschäftigen wir uns intensiv mit Licht, Bildkomposition und Aussagekraft – also mit den subtilen Details, die nicht immer mit den schnellen, auffälligen Bildern mithalten können, die einen Feed füllen. Ein Foto, das zum Nachdenken anregt, geht beim Scrollen vielleicht unter, während etwas Lautes und Auffälliges alle „Likes“ erhält.
Viele von uns haben begonnen, sich anderweitig umzusehen. Einige haben ihre eigenen Websites erstellt; andere teilen ihre Arbeiten auf Plattformen, die stärker auf Fotografie ausgerichtet sind, wie Flickr, Glass, 500px oder Foto App. Diese Plattformen haben vielleicht nicht die gleiche Reichweite wie Instagram, aber sie bieten etwas Wichtigeres: Raum zum Atmen, zum Betrachten und zum Austausch mit anderen, denen die Kunst der Fotografie am Herzen liegt.
Das ist auch der Grund, warum ich meine eigene Website betreibe – eine ruhigere Ecke, in der ich meine Arbeiten so präsentieren kann, wie ich es mir vorgestellt habe, ohne Einschränkungen oder Ablenkungen.
Falls du eine eigene Website oder Galerie außerhalb von Instagram hast, teile sie bitte mit mir – ich würde mir sehr gerne deine Fotos ansehen und neue Arbeiten jenseits des Algorithmus entdecken.
Fotografie verdient Zeit, Aufmerksamkeit und echte Verbundenheit – Dinge, die nicht immer in eine App passen.